Welt
USA und Russland
Trump will außergewöhnliche Beziehung zu Russland
Der mit Spannung erwartete Gipfel hat begonnen. US-Präsident Trump und Russlands Präsident sprechen unter vier Augen miteinander. Über was genau, hat Trump nur kurz angedeutet. Aus Helsinki Bernd Riegert.
THEMEN
Vier-Augen-Gespräch von Putin und Trump.
In Helsinki hat der mit Spannung erwartete russisch-amerikanische Gipfel begonnen. Die Präsidenten Wladimir Putin und Donald Trump sind in der finnischen Hauptstadt zu einem Vier-Augen-Gespräch zusammengekommen. Bei einem kurzen Pressetermin zum Auftakt sagte der US-Präsident, man werde unter anderem über Militär- und Handelsfragen sprechen. Auch das angespannte Verhältnis beider Atommächte und verschiedene Konfliktherde auf der Welt sollen Thema sein. Es sei an der Zeit, so der russische Präsident, über viele schmerzhafte Punkte zu sprechen.
Abschiebung nach Tunesien bleibt umstritten.
In Deutschland wird weiter diskutiert, ob die Abschiebung eines früheren Bin-Laden-Leibwächters rechtmäßig war. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen hatte verlangt, den als Gefährder eingestuften Mann zurückzuholen, weil ihm in Tunesien Folter drohen könne. Bundesjustizministerin Katarina Barley sagte dazu, was unabhängige Gerichte entscheiden, müsse gelten. Armin Laschet, der Ministerpräsident des zuständigen Bundeslandes Nordrhein-Westfalen, verteidigt hingegen die Abschiebung. Die Landesregierung habe nach Recht und Gesetz entschieden. Das nächsthöhere Gericht prüfe nun den Fall.
Gerettete Flüchtlinge in Sizilien an Land gegangen.
Die 450 Flüchtlinge, die bereits am Freitag von Grenzschützern im Mittelmeer gerettet wurden, sind jetzt auf Sizilien an Land gegangen. Die italienische Regierung hatte die Genehmigung dazu erteilt, nachdem fünf EU-Staaten - darunter Deutschland - bereit waren, die Migranten aufzunehmen. Bis zu ihrer Rettung waren die etwa 450 Menschen mit einem Holzboot in Richtung Europa unterwegs. Italien hatte sich zunächst geweigert, sie an Land zu lassen.
Ende des deutschen Hubschraubereinsatzes in Mali.
Die Bundeswehr zieht heute ihre letzten Hubschrauber aus Mali ab - sie werden durch Maschinen der kanadischen Streitkräfte ersetzt. Das sei mit den Vereinten Nationen entsprechend verabredet, sagte Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen der Funke-Mediengruppe. In dem westafrikanischen Krisenstaat sei "ein langer Atem" nötig, so die Ministerin. Die Europäer unterstützten auch gezielt mit Entwicklungshilfe und Diplomatie. Die Bundeswehr bleibt in Mali weiterhin im Einsatz. Erst im April hatte der Bundestag die Zahl der Soldaten für die UN-Friedensmission "Minusma" auf bis zu 1100 erhöht.
Franzosen feiern WM-Sieg.
Nach Frankreichs Sieg bei der Fußball-Weltmeisterschaft sind in Paris und anderen französischen Städten Millionen von Menschen jubelnd durch die Straßen gezogen. Auch in der kroatischen Hauptstadt Zagreb feierten Fans ihr Team, das gestern Vize-Weltmeister wurde. In Frankreich gab es nach dem friedlich-fröhlichen Beginn Ausschreitungen, die Polizei musste die WM-Feier auf den Champs-Elysées in Paris schließlich auflösen. Auch aus anderen Städten wurden Verletzte und Festnahmen gemeldet.