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Getöteter Journalist
Erdogan: Saudi-Arabien hat Mord an Khashoggi geplant
Das Königreich hat nach den Worten des türkischen Präsidenten Erdogan ganz gezielt Jamal Khashoggi töten lassen. Erdogan sprach von einem Mordkomplott und rief Saudi-Arabien zur umfassenden Aufklärung des Falls auf.
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Erdogan: "Mord" an Khashoggi wurde Tage im Voraus "geplant".
Der saudiarabische Journalist Jamal Khashoggi ist nach Angaben des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan einem "brutalen Mord" zum Opfer gefallen. Dieser sei Tage im Voraus "geplant" worden, sagte Erdogan im Parlament. Von Riad verlangte er Aufklärung, "wer den Befehl für das Verbrechen" gegeben habe und wo sich die Leiche befinde. Erdogan forderte zudem, den 18 saudiarabischen Verdächtigen in der Türkei den Prozess zu machen. Er zeigte sich "zuversichtlich", dass König Salman bei den Ermittlungen kooperieren werde. Wider Erwarten gab Erdogan keine wesentlichen neuen Details bekannt.
Investorenkonferenz in Riad hat begonnen.
Überschattet von der Affäre um den getöteten Journalisten Jamal Khashoggi hat in der saudischen Hauptstadt Riad eines der größten Wirtschaftstreffen der Welt begonnen. Mit der internationalen Investorenkonferenz möchte das Königreich den groß angelegten Umbau seiner vom Öl abhängigen Wirtschaft vorantreiben und um Geldgeber werben. Nach saudischen Angaben haben sich mehr als 3000 Teilnehmer angemeldet. Wegen der Affäre um Khashoggi hatten im Vorfeld jedoch viele hochrangige Vertreter abgesagt, darunter US-Finanzminister Steven Mnuchin und Siemens-Chef Joe Kaeser.
Menschenrechtler werfen Palästinensern Folter von Häftlingen vor.
Häftlinge in Gefängnissen der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der radikalislamischen Hamas werden laut einem Bericht systematisch gefoltert. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch beschreibt willkürliche Verhaftungen und Folter von Kritikern durch PA und Hamas. Unter anderem seien Festgenommene bedroht, geschlagen und in quälenden Positionen gefesselt worden. Der Bericht basiert auf 147 Interviews, etwa mit Zeugen, Ex-Häftlingen und Anwälten. Nur in wenigen Fällen sei es zur Strafverfolgung von Sicherheitskräften gekommen. PA und Hamas wiesen die Vorwürfe zurück.
Steinmeier empfängt polnischen Präsidenten Duda.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat in Berlin mit militärischen Ehren seinen polnischen Kollegen Andrzej Duda empfangen. Am Nachmittag ist zudem eine Unterredung Dudas mit Bundeskanzlerin Angela Merkel vorgesehen. Duda und Steinmeier nehmen im Auswärtigen Amt auch am deutsch-polnischen Forum teil. Duda will bei seinem Besuch Streitthemen wie den Bau der Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 ansprechen, wie aus Warschau verlautete. Ein weiterer Konfliktpunkt ist die polnische Justizreform, gegen die die EU-Kommission ein Sanktionsverfahren eingeleitet hat.
Mehr Migranten aus Libyen heimgekehrt als nach Italien geflüchtet.
Aus Libyen sind in diesem Jahr mehr Migranten in ihre Heimatländer zurückgekehrt als nach Italien geflüchtet. Das berichtete die UN-Organisation für Migration (IOM) in Genf. Sie unterstützt Rückkehrwillige mit Flügen und Starthilfen in ihrer Heimat. Das hätten bis Mitte Oktober mehr als 13.000 Menschen aus 32 Ländern in Anspruch genommen, sagte IOM-Sprecher Joel Millman. Im gleichen Zeitraum seien fast 12.500 Migranten in Italien angekommen, die in Libyen Boote bestiegen hätten. Etwa 9500 weitere Ankömmlinge in Italien hatten in Tunesien, Algerien, der Türkei und Griechenland abgelegt.