Welt
Nach den Terroranschlägen
Terror und Konflikte in Sri Lanka
Bisher war die sri-lankische Terrorgruppe "National Thowheeth Jama'ath" weltweit recht unbekannt. Das hat sich nun geändert. Möglicherweise hatte die NTJ Unterstützer von international bekannten Terrororganisationen.
THEMEN
In Sri Lanka gelten Notstandsrechte.
Nach den verheerenden Selbstmordanschlägen auf Kirchen und Luxushotels in Sri Lanka sind in dem Inselstaat Notstandsbestimmungen in Kraft getreten. Damit erhalten Polizei und Militär weitreichende Befugnisse, etwa für Durchsuchungen und zur Festnahme von Personen. Am Ostersonntag waren durch Explosionen an verschiedenen Orten mindestens 290 Menschen getötet und mehrere Hundert verletzt worden, darunter auch Ausländer. Die Regierung vermutet hinter den Anschlägen die einheimische radikal-islamische Gruppe National Thowheeth Jamaath (NTJ) mit Unterstützung eines internationalen Terrornetzwerks.
Neue IRA übernimmt Verantwortung für Todesschuss.
Die militante Neue IRA hat die Schuld am Tod der Journalistin Lyra McKee eingeräumt. Die irische Untergrundorganisation schrieb an örtliche Medien, McKee sei "tragischerweise" im Zuge eines Angriffs getötet worden, als sie neben "feindlichen Kräften" gestanden habe. Zugleich bat die Gruppe die Angehörigen des Opfers "aufrichtig" um Verzeihung. Die Journalistin war am Donnerstag im nordirischen Londonderry tödlich getroffen worden, als ein Mann bei Ausschreitungen auf Polizisten schoss. Die Neue IRA lehnt das Karfreitagsabkommen von 1998 ab, das den Nordirland-Konflikt offiziell beendete.
Lange Haft für Mord an Moderatorin.
Sechs Monate nach dem Mord an der bulgarischen Journalistin Wiktorija Marinowa ist der Angeklagte zu 30 Jahren Haft verurteilt worden. Ein Gericht in der Stadt Ruse sprach ihn schuldig, die TV-Moderatorin im Oktober vergewaltigt und ermordet zu haben. Der 21-Jährige hatte die Tat gestanden und damit eine lebenslange Freiheitsstrafe abgewendet. Laut Staatsanwaltschaft handelt es sich um ein Verbrechen, das nicht mit Marinowas beruflicher Tätigkeit in Verbindung stand. Die Moderatorin hatte auch Kollegen interviewt, die zur mutmaßlichen Veruntreuung von EU-Geldern in Bulgarien recherchierten.
Maas und Jolie kämpfen gegen sexuelle Gewalt.
Bundesaußenminister Heiko Maas und die US-Schauspielerin Angelina Jolie haben sexuellen Missbrauch in Kriegsgebieten verurteilt. In einem gemeinsamen Gastbeitrag für die "Washington Post" verlangen sie bessere Ermittlungsmöglichkeiten und eine stärkere Unterstützung der Opfer. Vergewaltigung und andere Formen sexueller Gewalt würden weltweit taktisch in bewaffneten Konflikten eingesetzt. Viel zu oft kämen Täter straffrei davon. An diesem Dienstag debattiert der UN-Sicherheitsrat in New York über das Thema. UN-Sonderbotschafterin Jolie engagiert sich seit Jahren gegen sexuelle Gewalt.
Eintracht weiter auf Champions-League-Kurs.
Vier Tage nach dem Einzug in das Europa-League-Halbfinale hat Eintracht Frankfurt einen Auswärtssieg in der Fußball-Bundesliga verpasst. Im Montagsspiel reichte es für die Hessen beim gastgebenden VfL Wolfsburg nur zu einem 1:1-Unentschieden. Frankfurt genügte der Punktgewinn dennoch, um mit nun 53 Zählern den Champions-League-Platz vier in der Tabelle zu stabilisieren. Wolfsburg verharrt mit 46 Punkten auf Platz neun.