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Irland
Irische Wähler kippen offenbar striktes Abtreibungsverbot
In Irland ist der Weg für ein liberaleres Abtreibungsrecht frei. In der Volksabstimmung billigte eine deutliche Mehrheit die Reform der restriktivsten Regelung Europas, so das Ergebnis einer Nachwahlbefragung.  
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Mehrheit in Irland für Ende des strikten Abtreibungsverbots
Bei dem Referendum über ein Ende des strengen Abtreibungsverbots in Irland hat eine breite Mehrheit für eine Liberalisierung gestimmt. Dies ergab eine Nachwahlbefragung von 4000 Wählern im Auftrag der Zeitung "Irish Times". Demnach stimmten 68 Prozent der Befragten für eine Aufhebung des Abtreibungsverbots, 32 Prozent votierten dagegen. Im katholisch geprägten Irland gilt eines der strengsten Abtreibungsverbote in der Europäischen Union. Wer dagegen verstößt, kann mit bis zu 14 Jahren Gefängnis bestraft werden. Selbst nach einer Vergewaltigung ist in Irland ein Schwangerschaftsabbruch untersagt.
"Spiegel": Saudi-Arabien stoppt Auftragsvergabe an deutsche Firmen
Aus Verärgerung über die Nahost-Politik der Bundesregierung hat Saudi-Arabien einem Bericht zufolge einen Auftragsstopp für deutsche Firmen verhängt. Der neue Thronfolger Mohammed bin Salman habe einen internen Vergabestopp für Regierungsaufträge angeordnet, berichtet das Nachrichtenmagazin "Spiegel". Davon seien unter anderem Großkonzerne wie Siemens, Bayer und Boehringer betroffen, die seit Jahren intensiv mit dem Gesundheitsministerium in Riad zusammenarbeiteten. Insgesamt sind laut "Spiegel" 800 deutsche Firmen im Königreich aktiv. 2017 betrugen die deutschen Exporte nach Saudi-Arabien 6,6 Milliarden Euro.
Iran hält Fortsetzung des Atomabkommens für möglich
Der Iran hat das Atomtreffen in Wien als positiv und vielversprechend bezeichnet. Nach dem Ausstieg der USA hätten die verbliebenen Unterzeichner des Atomabkommens dem Iran versichert, dass sie an der Vereinbarung festhalten wollten, sagte Vizeaußenminister Abbas Aragchi. China, Frankreich, Großbritannien, Russland und Deutschland hätten außerdem erklärt, dass der Iran seine Verpflichtungen aus dem Abkommen erfüllt. Für die Einhaltung waren dem Iran wirtschaftliche Erleichterungen in Aussicht gestellt worden. Die USA haben nun jedoch die bislang schärfsten Wirtschaftssanktionen angekündigt.
Putin deutet erneuten Wechsel ins Ministerpräsidentenamt an
Russlands Präsident Wladimir Putin hat angedeutet, dass er nach dem Ende seiner Amtszeit im Jahr 2024 noch einmal Ministerpräsident werden könnte. Auf die Frage, ob er die Macht 2024 abgeben werde, sagte Putin, er werde sich weiterhin immer an die Verfassung halten. Mehr als zwei aufeinander folgende Amtszeiten seien daher nicht möglich und dies sei nun seine zweite in Folge. Allerdings erinnerte Putin an das Jahr 2008. Damals hatte er nach zwei Amtszeiten das Präsidentenamt Dmitri Medwedew überlassen und war selbst Premier geworden. 2012 kehrte er dann in den Kreml zurück.
Architekturbiennale in Venedig öffnet für Besucher
Die Architekturbiennale in Venedig öffnet an diesem Samstag für Besucher. Die 16. Ausgabe der internationalen Schau steht unter dem Motto "Freespace" und dauert bis Ende November. Am Samstag findet auch die Preisverleihung statt. Die Hauptausstellung wird kuratiert von den irischen Architektinnen Yvonne Farrell und Shelley McNamara. Der deutsche Beitrag, der bereits am Freitag eingeweiht wurde, befasst sich mit der Geschichte der deutschen Teilung und dem Prozess ihrer Überwindung 28 Jahre nach dem Mauerfall. Die Kuratoren sind die frühere Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, und das Berliner Architekturbüro Graft.