Welt
EU-Gipfel in Brüssel
Harter Brexit Ende März abgewendet
Eigentlich sollte Großbritannien schon in einer Woche die EU verlassen, mit oder ohne Vertrag. Jetzt gibt es zwei Aufschubmöglichkeiten. Christoph Hasselbach berichtet aus Brüssel.
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EU-Gipfel beschließt Zweistufen-Plan für Brexit.
Die britische Premierministerin Theresa May hat das Angebot der EU für eine mögliche Verschiebung des Brexits angenommen. EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte sie über den Beschluss des Gipfeltreffens unterrichtet. Darin bieten die anderen 27 Staats- und Regierungschefs London zwei Möglichkeiten für eine Verschiebung des Austritts aus der Europäischen Union an. Demnach wird der Termin auf den 22. Mai verlegt, falls das britische Parlament das Austrittsabkommen doch noch annehmen sollte. Stimmt das Unterhaus erneut nicht zu, soll es eine nur kurze Verlängerung bis zum 12. April geben.
US-Außenminister Pompeo droht Venezuela.
Die USA fordern die sofortige Freilassung des Stabschefs von Venezuelas selbsternanntem Übergangspräsidenten Juan Guaidó, Roberto Marrero. US-Außenminister Mike Pompeo droht mit Konsequenzen, sollte die Regierung von Staatschef Nicolás Maduro weiterhin gegen Guaidó und dessen Verbündete vorgehen. Auch die Europäische Union fordert eine bedingungslose Freilassung. Ein Sprecher der Vereinten Nationen rief zu Dialog und Deeskalation auf. Marrero war gestern in seinem Haus in Caracas bei einer Razzia von Mitarbeitern des Geheimdienstes festgenommen worden.
Laut UN starben über 500 Afrikaner nach Wirbelsturm.
Die Zahl der Todesopfer durch den Wirbelsturm Idai in Südostafrika ist nach UN-Angaben auf mehr als 550 gestiegen. Die meisten Opfer gebe es in Mosambik und Simbabwe, sagte die Chefin des UN-Büros zur Koordinierung humanitärer Angelegenheiten, Gemma Connell. Auch aus Malawi seien mehr als 50 Tote gemeldet worden. Eine Woche nach dem Sturm harren in den Überschwemmungsgebieten in Mosambik immer noch tausende Menschen auf Bäumen und Dächern aus. Die Rettungsarbeiten werden durch neue starke Regenfälle erschwert. 1,7 Millionen Menschen sind in Mosambik dringend auf Hilfe angewiesen.
Fast hundert Tote bei Fährunglück im Irak.
Bei einem Fährunglück im Nordirak sind mindestens 94 Menschen ums Leben gekommen. Darunter sind auch Kinder, teilte das irakische Innenministerium mit. Die überladene Fähre war auf dem Fluss Tigris gesunken. An Bord waren viele Familien, die während des kurdischen Neujahrsfests zu einem beliebten Picknick-Platz übersetzen wollten. Ministerpräsident Adel Abdel Mahdi rief eine dreitägige Staatstrauer aus. Er forderte die Behörden auf, die Unglücksursache rasch aufzuklären. Die Justiz stellte Haftbefehle unter anderem gegen die Eigentümer der Fähre aus.
Der Bundestag verlängert Bundeswehrmandate.
Der Bundestag hat das Mandat für den Einsatz deutscher Soldaten in Afghanistan um ein weiteres Jahr verlängert. Die Bundeswehr kann damit bis Ende März 2020 die NATO-Mission "Resolute Support" unterstützen. Der Einsatz dient der Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte. Neben der CDU und der SPD stimmten auch die Grünen und die FDP für eine Verlängerung des Mandats. Die Linksfraktion und die AfD verlangten dagegen den Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Das Parlament billigte auch die Verlängerung der Bundeswehrmandate im Mittelmeer, im Südsudan und in Darfur.